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DNS-Verwaltung

Übersicht

Über die DNS-Verwaltung pflegst du die DNS-Einträge (Records) deiner Domains selbst – zum Beispiel, um eine Domain auf einen Server zeigen zu lassen, Mailserver einzutragen oder Verifizierungs-Einträge für externe Dienste zu setzen. Zusätzlich stehen dir ein Zonen-Export, ein Zonen-Import mit Vorschau, wiederverwendbare Zonen-Vorlagen sowie DNSSEC zur Verfügung.

Du erreichst die DNS-Verwaltung über Domainverwaltung → Domainübersicht: Öffne dort über den Lupen-Button die Detailseite der gewünschten Domain und wechsle in den Tab „DNS - Einstellungen".

Voraussetzungen: Du benötigst die Berechtigung Domainverwaltung. Die DNS-Verwaltung steht für alle Domains zur Verfügung, deren DNS über uns verwaltet wird. Für externe Domains (bei einem anderen Anbieter registriert) gibt es eine eigene DNS-Seite – siehe Wiki-Artikel „Externe Domains".

DNS-Grundlagen

Das Domain Name System (DNS) übersetzt Domainnamen in technische Ziele: Welche IP-Adresse gehört zu www.example.de? Welcher Server nimmt E-Mails für example.de an? Diese Zuordnungen werden als Records in der DNS-Zone deiner Domain gespeichert, die auf unseren Nameservern liegt (standardmäßig ns1.mein-webdienst.de, ns2.mein-webdienst.de und ns3.mein-webdienst.de).

Jeder Record hat eine TTL (Time to Live, in Sekunden): Sie bestimmt, wie lange andere DNS-Server den Wert zwischenspeichern dürfen. Nach einer Änderung kann es deshalb bis zum Ablauf der bisherigen TTL dauern, bis die Änderung überall sichtbar ist.

Die wichtigsten Record-Typen

Typ Zweck
A IPv4-Adresse eines Hostnamens (z. B. 203.0.113.10)
AAAA IPv6-Adresse eines Hostnamens
CNAME Alias auf einen anderen Hostnamen (z. B. wwwexample.de.)
MX Mailserver der Domain; die Prio bestimmt die Reihenfolge (kleiner = bevorzugt)
TXT Freitext-Einträge, z. B. SPF, DKIM, DMARC oder Verifizierungen externer Dienste
SRV Dienste-Eintrag (Priorität, Gewicht, Port und Ziel), z. B. für SIP oder Autodiscover
NS Delegiert eine Subdomain an andere Nameserver
CAA Legt fest, welche Zertifizierungsstellen SSL-Zertifikate für die Domain ausstellen dürfen
PTR Reverse-DNS-Eintrag (IP-Adresse → Name)

Bestehende Einträge weiterer Typen (z. B. TLSA, NAPTR, SSHFP, SPF) können in der Records-Tabelle bearbeitet werden; der Zonen-Import unterstützt zusätzlich ALIAS und DS.

Automatisch verwaltet: Der SOA-Record und die NS-Einträge der Domain selbst (Zonen-Apex) werden vom Portal automatisch gepflegt und sollten nicht manuell geändert werden. Eigene Nameserver können durch den Support hinterlegt werden.

DNS-Record hinzufügen

  1. Öffne den Tab „DNS - Einstellungen" deiner Domain.
  2. Wähle in der Karte „DNS-Record hinzufügen" den gewünschten Typ (A, AAAA, CNAME, MX, TXT, SRV, NS, CAA oder PTR).
  3. Trage den Namen ein – nur die Subdomain, z. B. www. Für die Domain selbst trägst du @ ein oder lässt das Feld leer.
  4. Trage den Content / Wert ein (z. B. die IP-Adresse oder das Ziel).
  5. Passe bei Bedarf TTL (Standard 3600 Sekunden, Minimum 60) und Prio (relevant für MX und SRV) an.
  6. Klicke auf „Hinzufügen".
Hinweise:
  • Bei CNAME darf am selben Namen kein weiterer Record existieren.
  • Der Wert wird unverändert übernommen – Sonderzeichen wie ; und " (z. B. für DMARC-Einträge) bleiben erhalten.
  • Ziel-Hostnamen bei CNAME, MX, NS und SRV enden idealerweise mit einem Punkt (z. B. mail.example.de.).

DNS-Records bearbeiten und löschen

Die Karte „DNS-Records" listet alle Einträge der Zone. Jede Zeile lässt sich direkt in der Tabelle bearbeiten – Werte ändern und auf „Speichern" klicken. Über den roten Button „Löschen" entfernst du einen Eintrag; die Sicherheitsabfrage „Record wirklich löschen?" muss bestätigt werden.

Über die Buttons „Kopieren" und „Excel" oberhalb der Tabelle kannst du die aktuelle Ansicht zusätzlich in die Zwischenablage oder als Excel-Datei übernehmen.

Geschützte DynDNS-Records

Records, die zu einem DynDNS-Eintrag gehören, sind mit dem gelben Badge „DynDNS Record" markiert. Sie werden automatisch durch den DynDNS-Dienst aktualisiert und können hier nicht gelöscht werden – stattdessen führt der grüne Button „DynDNS" direkt zur DynDNS-Verwaltung. Mehr dazu im Wiki-Artikel „DynDNS".


Zone exportieren

Mit dem Button „Zone exportieren" (oben in der Karte „DNS-Records") erzeugst du eine Zonendatei im BIND-Format – dem Standardformat, das praktisch jeder DNS-Anbieter versteht. Im Dialog kannst du den Inhalt kopieren oder über „Herunterladen" als Datei <domain>.zone (z. B. example.de.zone) speichern.

Der Export eignet sich als Sicherung vor größeren Änderungen, zum Übertragen der Einträge auf eine andere Domain (per Import) oder als Grundlage für eine eigene Zonen-Vorlage.

Hinweis: Der Export enthält die vollständige Zone inklusive SOA- und Nameserver-Einträgen. Beim späteren Import werden diese automatisch verwalteten Einträge ignoriert – die Datei kann also bedenkenlos wieder eingespielt werden.

Zone importieren

Mit dem Button „Zone importieren" spielst du eine Zonendatei im BIND-Format ein – etwa einen früheren Export, eine Datei deines bisherigen Anbieters oder selbst geschriebene Einträge. Der Import ändert niemals sofort etwas: Du siehst zuerst eine Vorschau und wählst dort aus, was übernommen wird.

  1. Klicke auf „Zone importieren".
  2. Füge den Zonentext in das Textfeld ein oder wähle eine Datei aus (.zone, .txt, .db, .conf).
  3. Klicke auf „Import prüfen" – die Vorschau öffnet sich.
  4. Wähle in der Vorschau die gewünschten Änderungen aus und klicke auf „Ausgewählte Änderungen übernehmen".

Die Vorschau

Die Vorschau vergleicht die Zonendatei mit dem aktuellen Bestand und gruppiert das Ergebnis in vier Abschnitte:

Abschnitt Bedeutung Vorauswahl
Neue Einträge Records aus der Zonendatei, die noch nicht existieren angewählt
Zu überschreibende Einträge Bestehende Records, die neue Werte erhalten (Gegenüberstellung „Bisher" / „Neu") angewählt
Zu löschende Einträge Bestehende Records, die in der Zonendatei fehlen abgewählt (Sicherheit)
Geschützte Einträge (DynDNS) Über DynDNS verwaltete Records – nur zur Information, werden nie verändert keine Auswahl möglich

Damit steuerst du den Import vollständig über die Checkboxen: Wer nur ergänzen möchte, lässt den Löschen-Abschnitt einfach abgewählt (Standard). Wer die Zone exakt an die Datei angleichen möchte, wählt zusätzlich die Löschungen an. Identische Einträge werden erkannt und bleiben unverändert; über die Checkbox in der Kopfzeile jeder Tabelle lassen sich alle Zeilen gemeinsam an- oder abwählen.

Nach der Übernahme fasst eine Meldung das Ergebnis zusammen, z. B.: „Der Import wurde ausgeführt: 5 Records angelegt, 2 überschrieben, 0 gelöscht."

Was der Import versteht

  • Record-Typen: A, AAAA, CNAME, MX, TXT, SPF, SRV, NS, CAA, PTR, TLSA, NAPTR, SSHFP, ALIAS, DS – andere Typen werden mit Hinweis übersprungen.
  • Direktiven $ORIGIN und $TTL, Kommentare mit ;, mehrzeilige Records in Klammern sowie TTL-Angaben mit Einheiten (1h, 2d, 1w).
  • TTL-Werte unter 60 Sekunden werden auf 60 angehoben; exakte Duplikate in der Datei werden nur einmal übernommen.
  • Namen außerhalb der Zone werden mit Hinweis übersprungen.
Automatisch geschützt: SOA-Records und NS-Records am Zonen-Apex werden nicht importiert und nie zum Löschen vorgeschlagen – sie werden automatisch verwaltet. DynDNS-Records bleiben ebenfalls unangetastet. Alle Hinweise des Parsers (übersprungene Zeilen) werden oben in der Vorschau aufgelistet.

Zonen-Vorlagen anwenden

Neben Export und Import findest du in derselben Button-Leiste das Dropdown „Vorlage wählen…" mit dem Button „Vorlage importieren". Damit spielst du eine gespeicherte Zonen-Vorlage in die Zone ein – ideal, um denselben Satz an Einträgen (z. B. Webserver, Mailserver, SPF) auf mehreren Domains einzurichten.

Im Dropdown stehen die vom Portal bereitgestellten Portal-Vorlagen und deine eigenen Vorlagen. Nach dem Klick auf „Vorlage importieren" öffnet sich dieselbe Vorschau wie beim Zonen-Import (mit dem Zusatz „Quelle: Vorlage …") – auch hier wird also nichts ohne deine Auswahl und Bestätigung geändert.

Wie du eigene Vorlagen anlegst und verwaltest, beschreibt der separate Wiki-Artikel „Zonen-Vorlagen".


DNSSEC

DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) signiert die DNS-Zone deiner Domain kryptografisch. Damit können Resolver prüfen, dass DNS-Antworten wirklich von den zuständigen Nameservern stammen und unterwegs nicht manipuliert wurden – Schutz z. B. vor Cache-Poisoning und DNS-Spoofing.

Die Verwaltung findest du auf der Domain-Detailseite im eigenen Tab „DNSSEC". Der Tab wird nur bei Domains angezeigt, die über uns registriert sind und deren DNS über uns verwaltet wird.

DNSSEC läuft bei uns vollautomatisch: Schlüsselerzeugung, Zonensignierung, regelmäßige Schlüsselwechsel (Rollover) und die Übermittlung der DS-Records an die Registry übernimmt das System komplett. Du musst keine Schlüssel pflegen – auch DynDNS-Updates werden automatisch neu signiert. Eigene Schlüssel können im Automatikmodus nicht hinterlegt werden.

Status

Status Bedeutung
Aktiv DNSSEC ist aktiviert und die Zone ist signiert.
Wird eingerichtet DNSSEC wurde aktiviert; Signierung und Registry-Eintrag laufen noch (bis zu einem Tag).
Wird deaktiviert DNSSEC wurde ausgeschaltet; die Entfernung der DS-Records propagiert noch.
Aus DNSSEC ist nicht aktiviert.

Die Statustabelle zeigt zusätzlich den Rohstatus des Registrars und den Zeitpunkt der letzten Prüfung; der Status wird außerdem regelmäßig automatisch abgeglichen.

Aktivieren und deaktivieren

  1. Öffne den Tab „DNSSEC" der Domain.
  2. Klicke auf „DNSSEC aktivieren" und bestätige die Abfrage. Die Einrichtung (Signierung + DS-Übermittlung an die Registry) kann bis zu einem Tag dauern.
  3. Zum Abschalten klicke auf „DNSSEC deaktivieren" – dabei werden alle Schlüssel entfernt; die Entfernung der DS-Records aus der Registry kann 1–2 Tage propagieren.
Wichtig – Nameserver nicht wechseln, solange DNSSEC aktiv ist: Bei aktiviertem DNSSEC erwarten validierende Resolver eine korrekt signierte Zone. Eine Umstellung auf fremde Nameserver würde die Domain für große Teile des Internets unauflösbar machen. Deaktiviere DNSSEC daher immer zuerst und warte die Propagation ab – das gilt auch vor einem Domain-Transfer zu einem anderen Anbieter (bei einer Kündigung übernimmt das Portal die Deaktivierung automatisch).

Wenn DNSSEC nicht verfügbar ist

In einigen Fällen zeigt der Tab statt des Aktivieren-Buttons den Hinweis „DNSSEC nicht verfügbar":

Grund Erläuterung
Eigene bzw. externe Nameserver Die Domain nutzt nicht unsere Nameserver – der Automatikmodus würde die Domain unauflösbar machen und ist deshalb gesperrt.
TLD nicht signiert Die Domainendung ist in der Root-Zone nicht signiert – DNSSEC ist bei dieser Endung technisch nicht möglich.
Registry unterstützt DNSSEC nicht Die Vergabestelle der Domainendung hat die DNSSEC-Aktivierung abgelehnt.

Häufige Fragen

Frage / Problem Antwort
Meine Änderung ist noch nicht sichtbar DNS-Antworten werden entsprechend der TTL zwischengespeichert. Bei der Standard-TTL von 3600 Sekunden kann es bis zu einer Stunde dauern, bis alle Resolver den neuen Wert liefern.
Ein Record lässt sich nicht anlegen (CNAME) An einem Namen mit CNAME darf kein weiterer Record existieren – bestehenden Eintrag zuerst löschen oder einen anderen Namen wählen.
Ein Record lässt sich nicht löschen (DynDNS) DynDNS-Records werden über die DynDNS-Verwaltung gepflegt – dort den Eintrag deaktivieren oder löschen.
Der DNSSEC-Tab fehlt bei meiner Domain DNSSEC steht nur für Domains zur Verfügung, die über uns registriert sind und deren DNS über uns verwaltet wird (z. B. nicht für externe Domains).
Import/Export fehlt bei einer externen Domain Auf der DNS-Seite für externe Domains stehen Zonen-Export, -Import und Vorlagen nicht zur Verfügung – dort können Records nur einzeln gepflegt werden.

Hilfe & Support

Bei Fragen zur DNS-Verwaltung, zum Zonen-Import oder zu DNSSEC wende dich bitte an den Support über den Kontakt-Link im Portal.